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BIO.logisch!
Beim Roaner steckt unser Herz drin.

Täglich arbeiten wir seit Generationen dafür, dass unsere Tieren und Pflanzen ganzheitlich versorgt werden und gedeihen können.
Mit viel Herz und Verstand.

Die Natur ist ein Ganzes,
von überall her wirken die Kräfte.

Rudolf Steiner

Über unseren Bauernhof
R A I N E R G U T in Brixen

Bei uns am Rainergut – im Dorf ROANER genannt – wachsen 28.345 Apfelbäume auf rund 10 Hektar Land.

Gemeinsam als Familie bewirtschaften wir den Hof und ernten neben Äpfeln  auch Marillen, Pfirsiche, Kirschen, Granatapfel, Kiwi und Kaki, verschiedensten Beerenfrüchten, Weintrauben und alles Gemüse, das unsere Bauernfamilie gerne essen mag.

In unserer steilsten Wiese wachsen einheimische Weißtannen der Sonne entgegen. Viele sind schon als Christbaum verkauft und nachgepflanzt. Aber so manche Weißtanne ist mittlerweile 20 Jahre alt. 

Zum Roaner gehört auch ein kleines Stück Wald und eine Weide mit Hochlandrindern, 
Schafen, Hasen, Schweinen und Hühnern. 

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir unser eigenes Heu für unsere Tiere produzieren. Wir sind bemüht, einen naturnahen Kreislauf für unseren Bio-Bauernhof zu gestalten und all das herzustellen, was unsere Familie braucht und gerne genießt.  

Wir wünschen uns Vielfalt, wollen dabei ehrlich bleiben und unsere Arbeit weiterhin gemeinsam als Familie mit Herz erfüllen. 

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Unser Jahresrhythmus beim ROANER

Wir gestalten unseren Alltag nach dem Rhythmus der Natur und leben im Einklang von Natur, Tier und Mensch.

Der Winter ist auf den Bauernhöfen die vermeintlich ruhigste Zeit des Jahres.

Beim ROANER haben wir aber auch in den Wintermonaten genauso viel Arbeit wie im restlichen Jahr. Die Tiere brauchen uns an jedem Tag, egal wie warm oder kalt es draußen ist.
  
Die Apfelernte endet bei uns mit Allerheiligen. Danach folgen die Nachernte- und Aufräumarbeiten in Feld und Garten. 

Das Einlagern von Obst und Gemüse füllt den November. 

Mit dem Verkauf von Christbäumen ist die Adventszeit vorbei und das neue Jahr beginnt mit dem Winterschnitt der Obstbäume. Bis zum Frühlingsbeginn und dem Austrieb der Apfelbäume nimmt diese Arbeit jede freie Minute in Anspruch. 

sommer winter

Unser Bio-Futter

Nachdem wir in den vergangenen Jahren unsere Tierbestand wieder aufgerüstet haben, brauchen und wollen wir auch wieder unser eigenes Futter produzieren. Das Gras von unseren Wiesen tut unseren Tieren besonders gut.

Damit gehört die Futterbeschaffung neben dem Zupfen der Äpfel und der Gartenarbeit zu den wichtigsten Sommerarbeiten hier am Hof.

Wir wollen mehr!
Unser neuer Weg:
GANZHEITLICH vielfältig.

Klaus hat den ROANER von seinem Vater Luis übernommen. Im gleichen Jahr heiratet er seine große Liebe Sabine. Einige Jahre später werden sie Eltern von zwei Kindern. 
Der Arbeit auf dem Hof seiner Familie geht Klaus schon seit der Mittelschule nach.
Der integrierte Obstbau erfüllte ihn anfangs mit Zufriedenheit. Dann sollten die Äpfel immer mehr, noch schöner, noch röter, noch größer, noch perfekter sein. Bauer Klaus kam ins Grübeln. Irgendwann stellte er fest, dass er Jahr für Jahr an Entscheidungs-freiheit auf seinem Grund und Boden verliert.

Ein Apfel, der einen kleinen Makel hat, soll plötzlich wertlos sein?
Waren dies die Werte, die er seinen Kindern mit auf den Lebensweg geben wollte? Welche Verantwortung trägt er für die Natur, die ihm seine Vorfahren anvertrauten? Klaus verlor zusehends die Freude an seiner täglichen Arbeit.   


­­Eine Veränderung musste her!
Klaus bildete sich fort und nach einem Jahr fällt im Sommer 2017 die Entscheidung:
Der ROANER soll biologisch-ökologisch nach BIOLAND Richtlinien bewirtschaftet werden!  Gemeinsam mit Sabine gestaltet Klaus die Abläufe am Hof so um, dass ein biologisches-ökologisches Arbeiten bei der Größe des Betriebes sinnvoll ist und machbar wird. Drei Jahre Umstellungszeit verlangen der jungen Familie viel ab.

Trotzdem starten Klaus und Sabine nun wieder jeden Morgen mit Enthusiasmus in den Tag und behalten ihr Ziel im Auge. Auch die Obstgenossenschaft wurde gewechselt, nun werden unsere Äpfel von der BIO Meran vermarktet.   


Ganzheitlich! 
Je mehr sich Klaus und Sabine mit den Ursprüngen der Natur, den Nützlingen und Schädlingen, dem Menschen und den Pflanzen beschäftigen, desto mehr reift die Idee, dass BIO noch nicht das Ende der Reise ist. Sie stellen fest, dass es in der Natur mehr gibt worauf es zu achten lohnt. Damit war der nächste Schritt vorgezeichnet: Die biodynamische Wirtschaftsweise begeistert die zwei Jungbauern.

Klaus und Sabine entscheiden mit Beginn des Jahres 2020, von BIOLAND auf DEMETER umzustellen. 

sabine

Sabine, unsere Bäuerin.

I bin di Sabine und bin die Roaner Baierin.

Eigentlich wollte ich nie einen Bauer heiraten. Eigentlich. Aufgewachsen bin ich als Tochter einer Altenpflegerin und eines Tischlermeisters. Ich liebe den Sommer und habe noch nie verstanden, wieso wir den Schnee und das Eis im Winter brauchen.

Mein Lebenslauf ist bunt und ich hab mir ein Stück von der Welt angesehen. Und dann kam Klaus. Ein junger Mann, der wusste, was er wollte, der seinen Beruf liebt und mich einfach verzauberte. Mit viel Geduld und Zeit erfuhr ich, wie wertvoll das Leben als Bauernfamilie sein kann. Wie wertvoll die vielseitigen Aufgaben für uns, aber auch für unsere Gesellschaft sind. Und warum der Winter den Schnee bringen muss.

Bald schon gab ich meinen Beruf als Fotografin auf und widmete mich mit meinem Mann der Landwirtschaft. Nun feiere ich bald meinen 40. Geburtstag, bin seit bald 20 Jahren verliebt, seit 10 Jahren verheiratet, habe zwei wundervolle Kinder und einen fürsorglichen Mann. Die Entscheidung mich beruflich auf dem Bauernhof einzubringen, hat mich ruhiger gemacht.

Ich weiß jetzt genau, wohin ich gehöre.

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Klaus, unser Bauer.

Hoi. I bin dr Klaus. Dr Roaner Klaus.

Für mich war immer schon klar, dass ich den Hof meiner Eltern übernehmen würde. Die Schule habe ich übermich ergehen lassen, weil es sein musste. Leicht war das für mich nie. Gerne wäre ich Mechaniker geworden. Aber ohne Lehrstelle – aussichtslos.

Nach der landwirtschaftlichen Ausbildung bewirtschaftete ich mit meinem Vater unser Obstgut. Arbeit genug hatten wir ja. Dann hab ich mich verliebt und geheiratet. Ich glaubte damals daran, dass jeder von uns seiner Arbeit nachgehen kann. Heute bin ich froh, dass ich in meiner Frau Sabine das Feuer für die Landwirtschaft entzündet habe. Gemeinsam fällt es leichter, die täglichen Arbeiten zu bewältigen.  

Mit dieser Erkenntnis und der Geburt meiner Kinder kam die Unzufriedenheit, jedes Jahr ausschließlich perfekte Äpfel zu produzieren. Ich wollte mehr – mehr von meiner Selbständigkeit, mehr von meiner Landwirtschaft. Beim Roaner musste sich schleunigst was verändern, bevor ich alle Freude an meiner Arbeit verlieren würde. Es ist die biologische Arbeitsweise im Einklang mit der Natur und unseren Kindern, die mich heute wieder zu einem zufriedenen Bauern macht. 

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Marie und Jakob, die Roanerkinder

I bin di Marie. Und i bin dor Jakob. Mir sein die Roanerkinder.
Mir sein 4 und  3 Jahre alt.


Der BioBauernhof ROANER ist unser Zuhause. Wir sind fast immer draußen. Langweilig wird uns nur ganz selten. Wir lieben unsere Apfelbäume und unsere Tiere. Gerne gehen wir mit in den Stall und helfen beim Heu schöpfen oder Eier ausnehmen.

Im Garten sind wir genauso eifrig beim Pflanzen und Gießen.

Wir wollen gerne immer ausprobieren, was Mami und Tati den ganzen Tag machen.

Am liebsten aber naschen wir an jedem Strauch und Baum, was die Jahreszeit uns gerade schenkt. 

Tierisch was los bei uns ...
Unsere Nutztiere

Villnösser Brillenschafe und Bergschafe
Schottische Hochlandrinder mit Kalb und Stier
Schwäbisch Hällische Schweine
Sulmtaler Hennen und Hähne
Bruthennen und jede Menge Küken
Widder Zwergkaninchen

Unmengen verschiedene Vogelarten
ungezählte Fledermäuse
mindestens 2 Igel
hunderte Marienkäfer, Ohrwürmer und Florfliegen
den einen oder anderen Maulwurf
und abertausende Regenwürmer und Bienen
Wespen und Hornissen
Frösche und Kröten
Libellen und Wasserschnecken

Beim Roaner ist tierisch was los. Komm mit, wir zeigen dir unsere Tiere.

Tiere gab es beim ROANER immer schon: Die Hühner legen Eier und die Schweine werden zu Speck und Fleisch verarbeitet, damit die Familie das ganze Jahr über zu essen hat. Die Haltung von Milchkühen war lange Zeit das zweite Standbein des Hofes. Allerdings wurde der Stall 2004 stillgelegt, weil keiner von uns mehr Freude an dieser Art der Tierhaltung hatte.

Sabine entdeckt ihre Freude an den Nutztieren.
Das Tierwohl und die Bedürfnisse der jeweiligen Tierart stehen dabei für uns an oberster Stelle.

Deshalb halten wir alle unsere Tiere draußen und nicht im Stall – auch die Kaninchen. Jedes Tier hat seinen Unterstand und können selbständig entscheiden, wo sie sich aufhalten wollen. Sie haben rundum die Uhr freien Zugang zu Heu und frischem Wasser. Mindestens drei Mal täglich schauen wir nach den Tieren, pflegen sie und beschäftigen uns mit ihnen.

Dann kam neues Leben: Schafe und Rinder. Sie sollen dabei helfen, den Hofkreislauf zu vervollständigen.

Alle unsere Tiere sind kinderfreundlich und die ROANER LERNFREUNDE können gemeinsam mit ihnen tierpädagogisch arbeiten. Gerade deshalb sind unsere Tiere kein Streichelzoo: Sie leisten wertvolle Arbeit im Umgang mit den Traumata die hochsensible Kinder mitbringen.

Unsre Zukunft beim ROANER

Neben der klassischen Landwirtschaft wollten wir auf unserem Bauernhof etwas innovatives und neues einführen. Es sollte etwas sein um die Vielfalt auf dem Hof zu steigern und zu schützen.

Lange haben wir überlegt – und endlich unser Herzensprojekt gefunden. Als Sozialgenossenschaft ROANER LERNFREUNDE gestalten wir einen Lernort für hochsensible Kinder und Jugendliche, insbesondere für Bilddenkerund Legastheniker.